Wie wird man eigentlich Fremdenführer…?

Wie wird man eigentlich Fremdenführer…?


Man mag vielleicht denken, dass der Beruf des Fremdenführers ein netter Nebenjob für Geschichtsstudenten oder Kunsthistoriker in Wien ist. Doch falsch gedacht: es gehört weitaus mehr dazu, als ein fundiertes historisches oder kunsthistorisches Fachwissen.

Das Gewerbe des Fremdenführers ist ein streng reglementiertes Gewerbe. Um es ausüben zu dürfen, muss man eine eigene Ausbildung absolvieren. Diese Ausbildung ist in Wien sehr zeitintensiv. Je nach Institut dauert die Ausbildung zum Fremdenführer 1½ bis 2 Jahre. Sowohl WIFI als auch BFI bieten die sogenannten „Vorbereitungskurse zur Berufsbefähigungsprüfung zum Fremdenführer“ in regelmäßigen Abständen an. Nach Abschluss des Vorbereitungskurses müssen auf der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) drei Prüfungen absolviert werden, um die Berufsbefähigung zu erlangen. Dabei handelt es sich um eine fachlich schriftliche (Gewerbe)prüfung, eine fachlich mündliche theoretische Prüfung und eine fachlich praktische Prüfung inkl. Busfahrt, Stadtrundgang und Museumsführung. Hat man all diese Prüfungen positiv absolviert, steht der Gewerbeanmeldung nichts mehr im Wege.

Die FremdenfüherInnen in Wien müssen historische Fakten mit architektonischem Wissen sowie kunsthistorischen Details vernetzen können. Wer wohnte in der Albertina? Wer hat das Schloss Schönbrunn gebaut? Und warum steht das Heldendenkmal der Roten Armee ausgerechnet am Schwarzenbergplatz? All das sind Fragen, auf die ein guter Fremdenführer in Wien eine Antwort parat haben muss. Und nicht zuletzt, muss der Wiener Fremdenführer seinen Kunden eine interessant und unterhaltsam aufbereitete Geschichte erzählen. Eine Geschichte, basierend auf historischen Fakten, architektonischem Wissen und kunsthistorischen Details.

 

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